Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Unsere nächsten Betriebsferien 24. Dezember 2026 – 02. Januar 2027 Öffnungszeiten ansehen

Induktionsanwendungen & Beratung

Eine Flamme erwärmt alles, was sie trifft. Ein Ofen erwärmt das ganze Teil und braucht dafür Zeit. Beides ist unpraktisch, wenn nur eine Zone heiss werden soll, das Teil im Takt weiterläuft und die Wärmeeinbringung von Stück zu Stück gleich sein muss. Die Induktionserwärmung setzt die Wärme dort ein, wo sie gebraucht wird, berührungslos und wiederholgenau. H. Sigrist & Partner AG liefert die Komponenten dazu: Generator, Induktor und auf Wunsch die Temperaturregelung.

Induktionserwärmung im Detail

Ein Wechselstrom erzeugt ein Magnetfeld. Dieses Feld induziert im leitfähigen Werkstück Wirbelströme, die das Teil direkt erwärmen. Das Heizsystem selbst bleibt dabei weitgehend kühl, weil die Wärme im Werkstück entsteht und nicht übertragen wird. Bei ferromagnetischen Werkstoffen kommt ein zweiter Effekt hinzu: Ein grosser Anteil der Wärme entsteht durch magnetische Umpolungsverluste. Deshalb lassen sich Stahl und andere ferromagnetische Werkstoffe besonders wirksam induktiv erwärmen. Was das im Betrieb bedeutet: 

  • Die Erwärmung ist auf eine Zone begrenzt, das übrige Bauteil bleibt kalt 
  • Kein Kontakt zwischen Heizsystem und Werkstück, also kein Verschleiss an der Kontaktstelle 
  • Abgasfrei, damit auch dort einsetzbar, wo eine offene Flamme nicht infrage kommt 
  • Der Energieeintrag ist über Leistung und Zeit steuerbar und damit von Teil zu Teil reproduzierbar


Härten.

  • Erhöhung der Oberflächenhärte von Metallteilen. Die Randschicht wird auf Austenitisierungstemperatur gebracht, der Kern bleibt vergleichsweise kühl.

Anlassen und Weichglühen.

  • Veränderung der Materialeigenschaften durch kontrolliertes Erwärmen und Abkühlen. 

Weich- und Hartlöten. 

  • Präzises Erhitzen auf Schmelztemperatur des Lots für metallische Verbindungen. Die Wärme lässt sich auf die Fügestelle begrenzen, angrenzende Bauteile bleiben unbelastet. 

Umformen.

  • Erwärmung des Werkstücks auf Prozesstemperatur, um die Verformbarkeit zu verbessern. Anwendungsbeispiele Induktionserwärmung


Generator.

  • Liefert die Energie. Seine Leistung wird auf Werkstück und Erwärmungsprozess abgestimmt. 

Induktor.

  • Bringt die Energie als magnetisches Feld in das Werkstück ein. Der Induktor besteht aus einer mit Kühlwasser durchflossenen Spule und wird auf den gewünschten Energieeintrag und die Geometrie des Werkstücks ausgelegt. Er ist das Bauteil, das am stärksten über das Ergebnis entscheidet. 

Temperaturregelung.

  • Optional. Eine Steuerung mit passender Sensorik hält die Temperatur über den Prozess stabil, statt nur eine Zeit vorzugeben.

Der Energiebedarf einer induktiven Erwärmung ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Werkstoff, Frequenzbereich und Leistung. Diese drei müssen aufeinander abgestimmt sein, sonst wird das Teil entweder nicht warm genug oder an der falschen Stelle warm. Erwärmen lassen sich elektrisch leitfähige und ferromagnetische Werkstoffe. Dazu zählen Stahl und Edelstahl ebenso wie Aluminium und Messing. Nicht leitfähige Werkstoffe scheiden aus, und bei gut leitenden, nicht ferromagnetischen Werkstoffen wie Aluminium liegt der Aufwand höher als bei Stahl.
Für die Induktionstechnik arbeiten wir mit CEIA zusammen. Wir übernehmen dabei die Auslegung für Ihren Prozess, die Auswahl von Generator und Induktor sowie die Inbetriebnahme vor Ort. Das Verfahren ist nicht für jede Aufgabe die richtige Wahl. Bei sehr grossen Teilen, bei Werkstoffen mit ungünstigen elektrischen Eigenschaften oder bei Stückzahlen, die den Induktorbau nicht rechtfertigen, sagen wir das. Ein Induktor wird für eine Geometrie gebaut, und diese Festlegung sollte vor der Beschaffung stimmen und nicht danach.

Anwendungsbeispiele

Induktives Glühen einer Kette im Durchlauf
Induktives Härten eines Kettenrades
Induktives Härten einer Beilklinge
Löten von HF-Steckern mit automatischer Lötdrahtzuführung
Lötanwendung mit Lotpastendosierung in der Elektronikfertigung
Auflöten von Hartmetallschneiden an ein Sägeblatt mit Induktion
Hartlöten von Heizkörpern mit Induktion
Induktives Löten von Aluminiumrohren
Induktionserwärmung eines Werkstücks für einen Umformprozess
Heizkopf mit Induktionsspulen zum Versiegeln von Kunststoffbehältern
Induktives Glühen einer Kette im Durchlauf Induktives Härten eines Kettenrades Induktives Härten einer Beilklinge Löten von HF-Steckern mit automatischer Lötdrahtzuführung Lötanwendung mit Lotpastendosierung in der Elektronikfertigung Auflöten von Hartmetallschneiden an ein Sägeblatt mit Induktion Hartlöten von Heizkörpern mit Induktion Induktives Löten von Aluminiumrohren Induktionserwärmung eines Werkstücks für einen Umformprozess Heizkopf mit Induktionsspulen zum Versiegeln von Kunststoffbehältern

Häufige Fragen

Grundsätzlich eignen sich elektrisch leitfähige Werkstoffe wie Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer oder Messing. Besonders effizient lassen sich ferromagnetische Werkstoffe wie Stahl erwärmen. Nicht elektrisch leitfähige Materialien können nicht direkt durch Induktion erwärmt werden.

Bei der Induktionserwärmung erzeugt Wechselstrom in einer Spule ein magnetisches Wechselfeld. Dieses induziert im elektrisch leitfähigen Werkstück Wirbelströme, durch die Wärme direkt im Material entsteht. Bei ferromagnetischen Werkstoffen tragen zusätzlich magnetische Verluste zur Erwärmung bei. Dadurch lässt sich Wärme schnell, gezielt und berührungslos einbringen.

Induktionserwärmung wird unter anderem zum Härten, Anlassen, Glühen, Weich- und Hartlöten sowie zum Erwärmen vor dem Umformen eingesetzt. Da die Wärme gezielt im Werkstück erzeugt wird, lassen sich auch einzelne Bereiche eines Bauteils schnell und reproduzierbar erwärmen.

Ihre Anwendung besprechen 

Für eine erste Einschätzung genügen fünf Angaben:

  • der Werkstoff
  • Geometrie und Masse des Werkstücks
  • die Zieltemperatur
  • die zu erwärmende Zone
  • die gewünschte Taktzeit

Damit lässt sich einschätzen, welche Generatorleistung erforderlich ist und wie der Induktor ausgelegt werden muss.

Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Fertigungsprozesse optimieren!

Kontaktieren Sie uns noch heute und erfahren Sie, wie unsere Lösungen auch Ihre Produktion voranbringen können. Wir beraten Sie gerne persönlich und individuell.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich
info@dosiersysteme.ch
  • Piktogramm einer Person aus der Administration
  • Piktogramm einer Person aus dem Verkauf
  • Piktogramm einer Person aus dem Marketing
  • Piktogramm eines Sales Engineers

Unser Team von Experten hilft Ihnen gerne weiter.