Automatisieren ohne Schaltschrank
Dosiersysteme für jeden Bedarf
Wer eine Dosierung, eine Achse oder einen Temperaturprozess automatisieren will, landet schnell bei derselben Rechnung: SPS, Schaltschrank, Verdrahtung, externes Engineering. Für eine Anwendung mit Ventilen, Sensoren und Achsen steht dieser Aufwand in keinem Verhältnis zur Aufgabe. Der C100-4.0® deckt Steuern, Messen und Regeln in einem Gerät ab. Recheneinheit, Ein- und Ausgänge sowie pneumatische Elemente sind integriert und entsprechen Industriestandard. Der Schaltschrankbau entfällt.
Der Controller verarbeitet Prozessvorgaben, überwacht Parameter und steuert externe Aktoren an. Zur Verfügung stehen digitale und analoge Ein- und Ausgänge, serielle Schnittstellen, TCP/IP und pneumatische Elemente. Eingesetzt wird er als Dosiersteuerung in der Serienproduktion, im Prüffeld sowie in Entwicklung und Forschung. Also dort, wo ein Prozess reproduzierbar ablaufen muss, ohne dass eine Sondermaschine dafür entsteht.
ODC integriert motorisch angetriebene Bewegungen direkt in den Programmablauf. Die Zieleinheit wird im Gerät hinterlegt. Gefahren wird in Millimeter, Grad oder Milliliter, nicht in Motorschritten.
Unterstützt werden bürstenbehaftete DC-Motoren und Schrittmotoren. Letztere werden im Microstepping-Verfahren angesteuert und erreichen Auflösungen im µm-Bereich, spielfrei und mit hoher Haltekraft. Für die Bewegungsdistanz gibt es kein oberes Limit. Auch über lange Wege bleibt die Genauigkeit erhalten.
Typische Bewegungen:
- Volumetrisches Dosieren mit fixem Umrechnungsverhältnis zwischen Motorumdrehung und Volumen
- Linearachsen für translatorische Bewegungen
- Rotationsachsen
- Rührwerke zum Rühren und Mischen
- Sequenzielle und simultane Abläufe aus mehreren dieser Bewegungen
- Reaktion auf Eingangssignale im laufenden Programm
Gängige Antriebe sind vorkonfiguriert. Kundenspezifische Antriebe lassen sich anlegen und parametrieren.
- Messbereich von unter 1 µl bis über 1 Liter
- Medien von niederviskos bis hochviskos
- Gasblasenerkennung mit logischer Verknüpfung zu Steuer- und Regelvariablen
Flow&Go® macht die tatsächlich dosierte Menge zur Regelgrösse, nicht die Dosierzeit. Bei teuren Medien oder engen Toleranzen entscheidet das über den Ausschuss, weil Viskositätsschwankungen und Lufteinschlüsse erkannt werden, bevor sie im Bauteil landen.
Programme lassen sich sequenziell verketten und in definierte Zielprogramme verzweigen. Welche Ausgänge beim Programmstopp schalten, wird pro Programm festgelegt. So entstehen mehrstufige Abläufe ohne übergeordnete Steuerung.
Wir entwickeln und fertigen einen wesentlichen Teil unseres Sortiments selbst, den C100-4.0® eingeschlossen. Das hat zwei praktische Folgen für Sie.
Erstens beantwortet die Person, die Sie beraten hat, auch die Frage, warum ein Signal nicht so ankommt wie erwartet. Es gibt keinen Hersteller im Hintergrund, an den wir Sie weiterreichen.
Zweitens lässt sich das Gerät an Ihre Anwendung anpassen, statt Ihre Anwendung an das Gerät. Kundenspezifische Antriebe, ein eigenes Kommunikationsprotokoll, eine zusätzliche Auswertelogik: Was im Gerät vorgesehen ist, parametrieren Sie selbst. Was darüber hinausgeht, besprechen wir.
Wir sagen Ihnen auch, wenn der C100-4.0® für Ihre Aufgabe die falsche Wahl ist. Eine Steuerung, die im Prüffeld gut funktioniert, ist im Dreischichtbetrieb an einer Verpackungslinie nicht automatisch richtig.
Ob der C100-4.0® für Ihren Prozess passt, klärt sich am schnellsten anhand der konkreten Aufgabe. Beschreiben Sie uns den Ablauf, die geforderte Taktzeit und die benötigten Signale. Sie erhalten von uns die passende Ausbaustufe und einen Hinweis darauf, wo eine andere Lösung sinnvoller wäre.
Downloads zur Automatisierung mit dem Prozesscontroller C100-4.0®
Detaillierte Informationen zu unseren Geräten, technischen Spezifikationen, Einsatzmöglichkeiten sowie anschauliche Produktübersichten.
Häufige Fragen
Steuern heisst, dass ein System auf eine Vorgabe reagiert, ohne das Ergebnis zu prüfen. Ein pneumatischer Druck wird bei Betätigung eines Schalters aufgeschaltet, und ob er ankommt, bleibt offen.
Regeln heisst, dass die Messgrösse zurückgeführt wird: Der Istwert wird laufend erfasst, mit dem Sollwert verglichen und die Stellgrösse angepasst.
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